Ausbildung zum Motorflugpiloten 
beim LSV Bonn-Rhein-Sieg e.V.

Beim LSV-Bonn-Rhein-Siege e.V. kann der sogenannte LAPL (Light Aircraft Pilot Licence) als kostengünstige Alternative zu dem umfangreichen EASA FCL PPL (PPL-A) im Rahmen der Ausbildung erworben werden. Mit dem LAPL können alle deutsch zugelassenen Flugzeuge bis zu einem Höchstabfluggewicht von 2000 kg europaweit geflogen werden. Dies beinhaltet nahezu alle bekannten zwei- und viersitzigen Flugzeuge. Haben Sie nach Lizenzerwerb 10 Flugstunden als verantwortlicher Pilot geflogen und können dies nachweisen, so dürfen Sie auch bis zu 3 Passagiere unentgeltlich mitnehmen.

Im Unterschied zur EASA FCL Lizenz dürfen Sie keine ausländisch zugelassenen Flugzeuge führen und Sie können Ihre Lizenz nicht in eine ausländische Lizenz (z.B. USA) umschreiben. Sollte dies allerdings zu einem späteren Zeitpunkt angestrebt werden, so kann jederzeit eine Erweiterung vom LAPL auf den EASA FCL PPL durchgeführt werden.

In die erworbene Lizenz werden dann die Flugzeugklassen eingetragen die sie mit ihrer Lizenz fliegen dürfen. Bereits zu Ausbildungsbeginn müssen Sie sich für eine entscheiden. Im LSV Bonn-Rhein-Sieg e.V. erfolgt die Ausbildung zunächst für die Klassenberechtigung (CR = Class Rating) Reisemotorsegler (TMG = Touringmotorglider) mit unserem Motorsegler HK36. Nach Abschluss der Ausbildung kann dann zusätzlich die Klassenberechtigung für einmotorige, kolbengetriebene Landflugzeuge (SEP = Single Engine Piston/Land) erworben werden.

 

Voraussetzungen

  • Mindestalter nach § 23 Abs. 2 LuftVZO: Beginn der Ausbildung 16 Jahre (Erteilung der Erlaubnis mit 17 Jahren)
  • Fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis (Medical) Klasse LAPL
  • 1 Passbild
  • Erklärung über schwebende Strafverfahren
  • Auskunft aus dem Verkehrszentralregister beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg

 Im Laufe der Ausbildung werden noch die folgenden Unterlagen benötigt:

  • Bescheinigung über die Teilnahme an einem Erste - Hilfe Kurs oder Sofortmaßnahmen am Unfallort (kann bei uns durchgeführt werden)
  • ein Flugfunkzeugnis (BZF) - (wird parallel zur Flugausbildung erworben)
  • Zuverlässigkeitsüberprüfung vor Beginn der praktischen Ausbildung

 

Umfang der Ausbildung

1. Theoretische Ausbildung

 Die theoretische Ausbildung entspricht der PPL(A) Ausbildung. Dies beinhaltet die Theorie für das Funksprechzeugnis.

 

  •  Technik (Aerodynamik, Flugzeugkunde)
  •  Navigation
  •  Meteorologie
  •  Luftrecht
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Funksprechzeugnis (BZF) Theorie

  

2. Praktische Ausbildung

Zur praktischen Ausbildung gehören 30 Flugstunden. Davon müssen mindestens 6 Stunden ohne Fluglehrer (Solo) unter Aufsicht geflogen werden. Darin müssen wiederum mindestens 3 Stunden Überlandflug enthalten sein, einer davon mit einer Mindest-Flugstrecke von 150 km (80 nm) und zwei Landungen an anderen Flugplätzen. Für die Schulung wird primär unser Motorsegler HK36 Super Dimona eingesetzt.

3. Erleichterungen für z.B. Segelflugpiloten

Bei denjenigen, die bereits Erfahrung als z.B. Segelflugpilot besitzen, kann eine Anrechnung auf die Anforderungen für eine praktische Ausbildung erfolgen. Die Anzahl der angerechneten Stunden wird durch unsere Ausbildungsorganisation im Rahmen eines Testflugs festgelegt. Die Anrechnung darf jedoch die gesamte Flugzeit als PIC nicht überschreiten. Maximal können 50% der erforderlichen Stunden für die praktische Ausbildung erlassen werden. D.h. mit minimal sind 15 Stunden praktische Ausbildung erforderlich.

4. Prüfungen

Die Ausbildung wird mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen. Geprüft werden im "Multiple Choice Verfahren" alle Fächer der theoretischen Ausbildung. Die praktische Prüfung findet am Ende der Ausbildung statt. Sie fliegen gemeinsam mit einem Prüfer ca. 60 Minuten.